Zur Geschichte des
vogtländischen Kunstverein
Göltzschtal e. V.
Am 28. August 1993 traf in der Göltzschtalgalerie der Nicolaikirche in Auerbach / Vogtland eine Gruppe von Künstlerinnen, Künstlern sowie Kunstinteressierten zusammen, um an diesem Tag die Gründung des „vogtländischen Kunstverein Göltzschtal e. V.“ zu beschließen. Einer der Initiatoren und zugleich erster Vorsitzender war Dr. Helmut Schubert, ein eh. Kunstpädagoge, der u. a. als Mitglied im Chemnitzer Künstlerbund sowie als künstlerischer Betreuer ebenso mit seinen Rezensionen über den neugegründeten Verein, diesem zu hoher Bekanntheit in der Bevölkerung verholfen hat.
Neben Dr. Schubert und dessen ersten Stellvertreter Lothar Stauch, dem damals noch den Posten des Geschäftsführers innehabenden Uwe-Torsten Höfer und dessen Stellvertreter Detlef Schöffler, seien ebenso Gründungsmitglieder wie Rudolf Wieczorek, der eh. Auerbacher Oberbürgermeister Johannes Graupner, Romy Thieme, Siegfried Henze, Marion Schädlich, Katrin Arndt und der Bildhauer Berthold Dietz erwähnt, die den Verein seit der ersten Stunde an begleitet sowie über viele Jahre geprägt und vorangetrieben haben.
Aus organisatorischer Sicht sollte Dr. Schubert mit seinem Wegzug nach Dresden (Sachsen) seinen Vorsitz
ab 2003 an den Falkensteiner Künstler Wolfgang Blechschmidt (heute Wolf Schmidt-Falkenstein) weiterleiten, welcher wiederum sein Amt
von 2004 bis 2006 an den ebenfalls aus Falkenstein / Vogtland stammenden Künstler Lothar Stauch übertrug, der den Verein bis dahin als Vorsitzender und Geschäftsführer kommisarisch leitete.
Ab 2006 sollte bis 2013 Joachim Otto den Verein vor dem drohenden Damoklesschwert der Auflösung, dass ständig über dem Verein schwebte, bewahren, ehe
von 2013 bis 2017 Holzbildhauer und Vereinsmitglied Reinhard Glatz den Posten des ersten Vorsitzenden übernehmen sollte.
Seit 2017 nun ist Frau Ivonne Rechenburg als allererste weibliche Vorsitzende diejenige, mit welcher der „vogtländische Kunstverein Göltzschtal e. V.“ und seine Mitglieder in eine positive Zukunft schauen können.
Aktionen, auf die der „vogtländische Kunstverein Göltzschtal e. V.“ ab Mitte der 1990er Jahre bis heute zurückblicken kann, waren u. a. Ausstellungen in den Partnerstädten Lauda-Königshofen (BW) oder Grevenbroich (NRW), aber auch in Erfurt, Essen, Dresden und Hoyerswerda – Ausfahrten inklusive; die Teilnahme zu den Werkstatt-Tagen zu Pfingsten 1995 in der Töpferei Schnarrtanne, die Herausgabe des Buches „Zeitgenössische Kunst aus dem Vogtland“ im April 2000 (unter der Mitwirkung von Dr. Schubert); ab Mitte der 2000er die künstlerische Ausgestaltung von Schaufenstern in der Auerbacher Innenstadt, die 2018 und 2019 in eine von Ivonne Rechenburg initiierte Kunstmeile verwandelt wurde, sowie, seit Austritt des Vereins aus dem Domizil der Nicolaikirche in Auerbach / V., ab 2022 der Einzug in die eigenen Werkräume der modernisierten
„Kulturfabrik“ an der Beegerstraße 2 in Auerbach / V.
Nicht zu vergessen die seit einiger Zeit laufende Zusammenarbeit mit dem Kunstförderverein „falkart e. V.“ aus der Nachbarstadt Falkenstein / V., eine neue, ab August 2025 freigeschaltete Homepage unter kunstvereingoeltzschtal.de (erstellt von Vereinsmitglied Joline Krenkel) sowie die Herausgabe zweier Kalender für 2020 und 2023 über den „vogtländischen Kunstverein Göltzschtal e. V.“, die, wie das bereits erwähnte Buch über die zeitgenössische Kunst aus dem Vogtland, unseren vornehmlich regionalen und überregionalen Künstlerinnen und Künstlern weitere Bekanntheit verschaffen, aber vor allem tiefste Anerkennung an alle unsere Kolleginnen und Kollegen zollen sollen.
Text: Auszüge mit Überarbeitungen vom Sept. 2025 aus: Mario Schmidt. „vogtländischer Kunstverein Göltzschtal e. V. Jubiläumskalender 2023. 30 Jahre, 1993 – 2023“